Ursula Fröschl

Ich leide seit 14 Jahren unter MS. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mit der Diagnose klargekommen bin, aber mittlerweile habe ich damit überhaupt kein Problem mehr. Es geht mir gut und ich bin auch medizinisch bestens versorgt.

Bis heute bin ich aktiv im Arbeitsprozess und hatte das Glück, dass auch mein Arbeitsplatz nicht adaptiert werden musste. Mein Arbeitgeber hat ebenfalls nicht das geringste Problem mit der Diagnose. Generell kann die Krankheit aber schon ein Stigma sein, da Arbeitgeber bei MS immer gleich an einen Rollstuhl denken. Daran muss noch gearbeitet werden. Zwar ist MS heute in den Medien präsenter, es wird bereits mehr Aufklärung als früher gemacht, aber immer noch zu wenig. Man muss den Leuten erklären, was MS ist, dass sie nicht ansteckend ist und dass man sich als erkrankte Person deswegen nicht verstecken muss. Vor allem Jugendlichen, die neu diagnostiziert wurden, würde ich raten, nach vorne zu schauen und sich nicht unterkriegen zu lassen.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es eine einfachere Bürokratie, so dass alle, die Unterstützung brauchen, auch Unterstützung bekommen können – ohne großen Aufwand.