Sabrina Johnson

Seit August 2004 lebe ich mit Multipler Sklerose. Bei Diagnosestellung war ich 17 und noch in der Schule. Die Diagnose selbst war nicht schlimm für mich, weil ich mit dem Begriff MS noch nichts anfangen konnte. Ich war damals gemeinsam mit meiner Mutter im Krankenhaus in Innsbruck und erst als sie angefangen hat zu weinen, habe ich gemerkt, dass das etwas Ernstes ist. Mich selbst hat die Diagnose damals nicht getroffen. Heute lebe ich ganz gut mit der Krankheit. Ich muss ja damit leben und ändern kann ich es nicht.

Seit August 2008 bin ich in Frühpension, gearbeitet habe ich aufgrund der Krankheit nie. Auch auf die Gestaltung meiner Wohnung hat die Krankheit Auswirkungen. Ich musste aufgrund der MS einiges umbauen lassen. Derzeit erwarten mein Mann und ich unser erstes Kind und es geht mir sehr gut. Glück im Unglück ist, dass man als Frau trotz MS Kinder bekommen kann. Während der Schwangerschaft ist man sogar besonders geschützt, sodass man keine Medikamente nehmen muss.

Ich wünsche mir, dass die Wissenschaft bald ein Heilmittel für MS findet. Aber daran wird ja schon gearbeitet. Auch die Hintergründe, warum jemand MS entwickelt, sind noch unklar. Ich glaube außerdem, dass die Bevölkerung für das Thema MS noch ein bisschen mehr sensibilisiert werden müsste als bisher.