Gernot Morgenfurt

Die Diagnose MS habe ich seit 1992. Ich hatte eigentlich nie wirklich ein Problem damit, da ich mich gleich mit meinen „gesunden“ Möglichkeiten auseinandergesetzt habe und nicht mit der Krankheit. Ich lebe ganz normal und schenke der Krankheit wenig Beachtung, habe jedoch vieles hinterfragt und „Lösungen“ ausgearbeitet. Deshalb geht es mir heute sehr gut und MS bedeutet für mich auch „Mehr Spaß“ (am Leben).

Im Arbeitsprozess bin ich allerdings nicht mehr, da das gerade am Land ziemlich schwierig ist. Eine persönliche Assistenz für die ganz alltäglichen Dinge wäre hilfreich gewesen, auch weil wir hier kein optimales öffentliches Verkehrsnetz haben. Das gibt es heute im ländlichen Bereich immer noch nicht.

Politik, Industrie und Medien sollten aus meiner Sicht besser und „positiver“über MS informieren. Der Jugend sollten wir vorleben, dass man mit MS nicht im Rollstuhl enden muss und auch nicht als Pflegefall. Wir sollten ihnen zeigen, dass auch mit MS alle Türen offenstehen, um das eigene Leben sinnvoll und interessant zu gestalten. In den Medien überwiegt leider oft das negative Bild. In Wahrheit heißt MS aber einfach nur „meine Situation“, aus der jeder das Beste herausholen kann und sollte.

Ich selbst nehme keine Medikamente, bin aktiver BlindenSportler Ski Alpin und habe eine positive Einstellung. Durch konsequente Eigenverantwortung bin ich erfolgreich und es geht mir gut.

Mein Lebensmotto: „Wenn du nur das tust, was du schon kannst, dann wirst du auch nur das bleiben, was du schon bist!“ Infos hierzu: www.i-tuas.at

Zu meiner Homepage gernot-morgenfurt.at