Tätigkeitsbericht der ÖMSG gemeinnützigen Privatstiftung

Im Jahr 2016 hat die ÖMSG gemeinnützige Privatstiftung ihre Arbeit erfolgreich fortgesetzt. Es wurden folgende Tätigkeiten gesetzt:

  1. Die Österreichische Multiple Sklerose Bibliothek (ÖMSB) wurde erstellt und in einer Menge von 10.000 Stück produziert. Anlässlich des Welt-MS-Tages wurde sie im Rahmen eines Pressegespräches der Öffentlichkeit vorgestellt. Noch im selben Jahr wurden 3.500 Exemplare an die MS-Landesgesellschaften, Selbsthilfegruppen, Krankenhäuser und MS-Zentren verteilt. Das Ziel der ÖMSB ist es, möglichst umfangreich Informationen zur MS – auf dem neuesten Stand des Wissens und evidenzbasiert – für MS-Betroffene, Ärzte und Ärztinnen sowie medizinisches Fachpersonal zusammenführen und in 41 Kapiteln möglichst umfassend die Belange der MS darzustellen: von der Pathogenese über die Diagnostik und Therapie bis zu sozialen Aspekten und dem Leben mit MS. Die ÖMSB will nicht das Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin ersetzen, sondern als Grundlage hierfür und für Fragen, die sich daraus ergeben könnten, dienen.
  2. Die Stiftung übernahm die Website „MS bewegt“ von Novartis und setzte sie neu auf. Neben Informationen zur Erkrankungen berichten drei MS-Betroffene in Form von Blogs aus ihrem Leben.
  3. Das Manual „Arbeiten mit MS“ informierte Stakeholder aus Wirtschaft, Politik, Presse und Medizin über die Probleme, vor die Arbeitnehmer, die von MS betroffen sind durch die Krankheit gestellt werden. Sie klärte die Arbeitgeber auf, wie sie ihre Arbeitnehmer durch einfache Maßnahmen unterstützen können, ihre Krankheit mit dem Berufsleben zu vereinbaren. Sie zeigte anhand von einigen erfolgreichen Beispielen, dass Arbeitnehmer mit MS einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der Unternehmen leisten können, die sie beschäftigen.
  4. Finanzierung einer Bedarfsanalyse für die Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft (ÖMSG), die von der FH Joanneum durchgeführt wurde. Diese Analyse zeigte Verbesserungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit von ÖMSG, MS-Landesgesellschaften und Selbsthilfegruppen. Dabei wurden konkrete Ziele und Handlungen in den Bereichen Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Wissensmanagement sowie Generationen abgeleitet, um eine bessere Zusammenarbeit für die MS-Betroffenen zu erreichen.
  5. Übernahme der Geschäftsführung der Stiftung durch Mag. Christoph Baumhackl im Oktober 2016.
  6. Sondierung der Möglichkeiten im Rahmen der Stiftung mit Fundraising-Aktivitäten zu beginnen.
  7. Koordination und Aktualisierung der 2. Auflage der Österreichischen Multiple Sklerose Bibliothek (ÖMSB).
  8. Der Vorstand wurde von zwei auf sechs Mitglieder erweitert.
  9. Das Projekt des Prävalenzbuches ist mit Gründung der Stiftung von der Österreichischen Multiple Sklerose Gesellschaft (ÖMSG) auf die ÖMSG gemeinnützige Privatstiftung übergegangen. Es wurde 2016 laufend aktualisiert.

Mag. Christoph Baumhackl

Geschäftsführer der ÖMSG gemeinnützigen Privatstiftung